Zwischendrin

Um das zu beschreiben, wo ich mich gerade befinde, reicht eigentlich ein Wort: Zwischendrin.

Und jetzt, wo ich das Wort ausspreche, weiß ich gar nicht genau, was es bedeutet. Ich habe es nachgeschlagen. Das Wort „zwischen“ kommt ursprünglich von „zweifach“. Und genau so fühlt es sich an.

Ich bin noch da und gleichzeitig schon unterwegs.

Oder vielleicht stimmt selbst das nicht einmal. Vielleicht bin ich gerade weder hier noch dort. Vielleicht löst sich einfach etwas auf und etwas Neues entsteht langsam daraus.

Ich habe meine Wohnung fertiggemacht. Sie ist jetzt online und wartet auf einen Untermieter. Gleichzeitig lebe ich noch in ihr, aber manchmal fühlt es sich schon an, als würde sie mir nicht mehr ganz gehören.

Ich mache Probewanderungen mit meinem vollgeladenen Rucksack. Und am Ende der Wanderung trage ich ihn wieder nach Hause zurück.

Ich spiele noch Theater. Wir sind mitten in den Endproben. Aber gleichzeitig merke ich, wie sich innerlich schon etwas verabschiedet. Als wäre ein Teil von mir bereits losgegangen, während der andere noch auf der Probebühne steht.

Und genau das ist vielleicht dieses Zwischendrin: Wenn das Alte noch nicht vorbei ist und das Neue noch nicht begonnen hat.

Jetzt sind es noch knapp zwei Monate. Und im Moment fühlt sich alles an wie eine Kugel auf einem Kegel, die noch nicht weiß, in welche Richtung sie rollen wird.

 

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