Traum

Er war verliebt.

Er ließ Wasser in die Badewanne ein und während es lief, ging er durch seine Wohnung. Er war vollkommen ausgefüllt von ihr. Still kicherte es in ihn hinein, wie sie um ihn herumgeschwänzelt war, wie sie sich nicht traute und dann doch die erste Frage stellte – unbedeutend, nebensächlich. Er hatte sie schon vergessen, aber der Grund dieser Frage war von Beginn an klar.

Die Frage war wie der Beginn einer Umarmung, wie das augenzwinkernde „Willst auch du?“.

Und er erkannte im Moment des Fallens:

Das geseufzte, erleichterte „Endlich“ in seinem Herzen,

ein gleichzeitiges Lachen,

dann ein Kuss, und Atmen war nicht mehr das Wichtigste.

Ein Ziehen in der Brust,

eine endlose Gier, wieder und wieder.

Überleben

durch Küssen.

Er wusste, es ist möglich, auch wenn das Wissen des Nicht-Immer durch diesen einen Moment huschte.

Jetzt war er da und sollte bleiben.

Er legte sich in die Badewanne.

Das warme Wasser umschloss ihn,

noch ganz bei ihr,

bei ihren roten Haaren,

bei dem seltsamen Tattoo in der Handinnenfläche – ein aufgeklappter Würfel.

Und nur um atemlos zu bleiben, um es selbst nicht zu vergessen, erzählte er.

Dann ließ er neues, warmes Wasser in die Badewanne,

um noch so lange wie möglich bei ihr zu bleiben.

Dann ging er aus der Badewanne, trocknete sich ab, ließ das Wasser aus.

Jetzt, da ich Tage später wieder in der Wanne liege.

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