Es war früher Morgen, die Augen gerade aufgemacht. Jetzt einmal ganz tief Luft holen. So schwer wird das schon nicht sein. Und dann ließ er los und sank in den Tag. Die ersten Stunden stiegen zeitlos an ihm vorbei. Dann erste Regungen des Körpers, um tiefer vorzudringen. Noch Luft genug, so dachte er, in meinen Lungen.
Der Blick nach oben ohne Angst, aber schon mit dem leichten Ziehen des „Irgendwann muss ich wieder zurück“.
Aber jetzt werde ich erst einmal nach den Perlen meines eigenen Glücks tauchen.
Gefunden habe ich eine Insel. Gemacht aus Worten.
Dann rastlos hin und her geschwommen in der Wohnung. In der Badewanne simulierte ich das Meer, zwei Toasts mit Honig verschafften mir noch Zeit. Dann wieder ein Blick nach oben und tief in mir wusste ich: Jetzt wird es Zeit. Nur nicht zu schnell. Sonst reicht der Atem nicht. Doch oben lockt es mich.
Wie langweilig es ist, vernünftig sein zu müssen. Auch wenn ich weiß, das ist wichtig. Sonst könnte dein Herz zu schnell stehen bleiben.
Dann starre ich eben noch ein bisschen aus dem Fenster, bevor ich fast gar keine Luft mehr bekomme.
Die letzten Meter. Ich weiß nicht, oder soll ich es lassen? Nein, ich kann nicht. Ich sage mir, es ist die Natur. Ich muss, und endlich durchstoße ich die Stille ohne dich, sitze jetzt am Handy und schreibe dir. Ich hoffe sehr, es verwirrt dich nicht.
Luft.
