Das Paar

 Wald

 

Im Rauschen der Wälder verloren,
aufgehoben in der Zeit.
Durch Sonnenflecken wandelnd,
schenk ich mir das Leben ein: Ja, ich bin bereit.

Knirschen unter meinen Füßen,
und auch die Stille ringsumher.
Wenn nur die Vögel grüßen,
dann braucht die Seele fast nichts mehr.

Am Wegesrand die Blumen,
ein Rascheln, kurz verhuscht,
unter einem morschen Baum.
Die braunen Blätter liegen –
Andenken an eines großen Sommers Traum.

In meiner Brust ein Ziehen,
ein Sehnen nach vergangener Zeit.
Es lässt sich nicht mit Händen greifen,
es flüstert nur, tief im Wald, entlang des Weges:
Vielleicht bist du bereit.


 

 

Blume

 

Ein Mädchen wie diese Blume will ich haben.
Ungekämmt, das Haar zerzaust vom Wind.
Die andern kämmen sich, bis sie begraben,
und wissen nicht mal, wozu das gut ist – blind.

 

Ordentlich ist, was man den Toten anzieht.
Ich will keine, die sich richtet nach der Uhr.
Ich will eine, die lacht, wenn’s Ärger gibt,
und nicht fragt, was das kostet an Kultur.

 

Die andern bürsten sich für ihre Ehre.
Ich lieg an deiner Brust, das ist genug.
Ich will kein Bild, das an der Wand mir wäre –
ich will dich, wie du bist: des Lebens vollen Krug.

Bilder des Tages

Da bin ich

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5 Kommentare zu „Das Paar“

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