eine kleine Erkenntnis

Ich will eigentlich nur eine ganz kleine Mini-Erkenntnis teilen.
Gestern war mein Nachbar bei mir, und wir haben zusammen gegessen. Zum ersten Mal, seit wir beide hier wohnen.
Es hat nur fünf Jahre gedauert.
Wir hatten uns verabredet. Ich habe Käse, Trauben, Wurst und ein bisschen Olivenöl auf ein Brettchen gelegt.
Er hat Wein mitgebracht.
Es war ein wirklich schöner Abend. Vor allem hat mich seine Offenheit und Neugier begeistert.
Als ich dann im Bett lag, habe ich gedacht: Das möchte ich mitnehmen. Auf meinen Jakobsweg.
Oder vielleicht sogar schon vorher mehr üben – offen und neugierig auf Menschen zuzugehen.
Wir haben über vieles geredet. Dies und das.
Und irgendwann kamen wir auch auf Themen, bei denen man leicht Fehler machen kann, selbst wenn man es gut meint.
Da hat er etwas gesagt, das ich gleichzeitig erhellend und sehr simpel fand:
Oft ist einfach nur die Frage falsch gestellt.
Irgendwie fand ich das schön.
Weil es nicht heißt: Frag nicht nach.
Sondern: Frag so, dass der andere sie verstehen und annehmen kann.
Und vielleicht beginnt die Antwort manchmal schon damit, die Frage noch einmal zu überdenken.

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